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Zwei Tage an Fluss und Bach werkelten und bauten 14 Leiterinnen von Naturkindergruppen am Ufer der blau-grünen Isar. Da wurden Steine gestapelt, Holz, Moos und Blätter aus der naheliegenden Heide gesammelt und Dämme gebaut. Wer Gummistiefel dabei hatte, watete im klaren Wasser und genoss die wunderschöne Baumlandschaft im Hintergrund.
Die Fortbildung im März begann am Freitagabend mit einer Einführung von der Naturpädagogin Christina Wenderoth in die Kunst der „Landart“. Am nächsten Tag ging es von der Jugendsiedlung Hochland aus los zum Fluss und die Teilnehmer staunten nicht schlecht über das kiesbedeckte Ufer der Isar. Nach einer einführenden Sinneswahrnehmungsübung näherten sie sich achtsam der besonderen Landschaft und experimentierten mit vorhandenen Naturmaterialien. Aus den zaghaften ersten Versuchen bildeten sich größere Installationen und Skulpturen.
Den Abschluss des Tages bildete die große Gruppenaufgabe, an der sich alle Teilnehmer beteiligten. Eifrig wurde diskutiert, wie die Umsetzung am besten zu bewältigen sei. Ein bogenförmiger Baum bildete das Grundgerüst und große Kiessteine wurden ans Ufer getragen. Diese sollten den Bogen auf der Erde spiegeln. Ein berauschendes Werk wurde geschaffen, welches die Verbindung von Fluss und Land in kreativer Weise darstellte. Am Sonntag wechselte sich die Landschaft und es wurde am anliegenden Bachlauf gearbeitet. Jeder Teilnehmer suchte sich ein für ihn passendes Plätzchen und konnte alleine oder in 2er Gruppen fast zwei Stunden kunstvoll gestalten.
Ein Blick in die Ursprünge der Landart-Kunstrichtung sowie praktische Tipps für den Einsatz von Landart als Methode bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Naturschutzgruppen der NAJU rundeten das Seminar ab. Begeistert verabschiedeten sich die Teilnehmer mit neuen, kreativen und inspirierenden Ideen von der wilden Flusslandschaft um Königsdorf.